Dirty Shades of Grey – Die Initiative gegen Schattenseiten in der Parfümkunst

Das Thema Graumarkt habe ich an dieser Stelle bereits angesprochen. Es ist leider an der Zeit, das Thema zu vertiefen. Denn wir erleben bei unseren Parfümkunstwerken – andere nennen sie Nischendüfte – eine massive Graumarktschwemme, die mittlerweile geschäftsgefährdend ist. Zu diesen Graumarktprodukten gehören:

– billige Reimporte, also Originale, bei denen in der Regel das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Sie werden von anderen Distributoren vertragswidrig in unsere Vertriebsgebiete geschleust. Ihr Schicksal: verschleudert zu werden wie billigste Massenware.

– Hehlerware aus Diebstählen.

– Fälschungen aus Nah- und Fernost.

Wer die Spreu vom Weizen trennen will – also seriöse Kanäle vom Graumarkt –, hat es ab jetzt etwas leichter. Wir haben eine Datenbank aufgebaut, mit der Kunden und Konsumenten seriöse Händler einfach finden können. Gleichzeitig listen wir auch die schwarzen Schafe auf: Diejenigen, die unsere Geschäft sabotieren. Diese Liste wird vermutlich mit der Zeit und neuen Informationen wachsen – also bitte immer mal reinschauen!

Insbesondere von Graumarkt betroffen ist übrigens Escentric Molecules – eine Marke, die geradezu kometenhaft in den Dufthimmel aufgestiegen ist. Leider rächen sich jetzt ihr Ruhm und ihre Popularität. Wir bei will be a brand haben beim Aufbau dieser wie auch anderer Marken auf Exklusivität gesetzt: Parfümkunst von will be a brand sollte eine Kostbarkeit bleiben und keine Massenware werden. (Deshalb auch unsere gezielte Auswahl der Point of Sales). Was aber knapp ist, ist besonders begehrt – das hat den Graumarkt angeheizt.

Die Folgen? Der Graumarkt bedroht nun ernsthaft unsere Geschäftstätigkeit. Er gefährdet die Reputation einer großartigen Marke. Er täuscht die Verbraucher, denn ein abgelaufener Duft muss häufiger nachgesprüht werden, der Flakon ist schneller leer und damit am Ende womöglich teurer als das Original. Darüber hinaus gefährdet der Graumarkt die Konsumenten, und das gleich doppelt. Nicht nur ist der Erwerb von Hehlerware (und unter gewissen Umständen auch Plagiaten) illegal. Auch dürften Plagiate labortechnisch kaum bewertet sein. Aber was bedeutet schon Verbrauchergesundheit, wenn man Profit machen kann?

Um es kurz zu machen: Düfte, bei denen sich Handel und Verbraucher auf Echtheit, Qualität und Produktsicherheit verlassen können, stammen von einem autorisierten Vertrieb wie will be a brand.

Ich möchte auch noch einmal betonen: Unsere Aufgabe ist nicht nur der Vertrieb von Parfümkunst und exklusiven Marken. Wir bauen diese Marken überhaupt erst auf. Wir selektieren geeignete Verkaufskanäle. Wir führen Schulungen und Werbemaßnahmen durch. Wir kennen das Segment wie kaum ein anderer, wir betreuen, informieren und begleiten unsere Partner am POS. Guter Service kostet – auch dies verbirgt sich hinter einem (höheren!) Preis!

Es gibt viele gute Gründe, die Finger von Luxusdüften zu lassen, die offensichtlich ZU billig sind. Dass irgendjemand dafür am Ende teuer bezahlt – durch Glaubwürdigkeit, Gesundheit oder Verlust seiner Geschäftsgrundlage – ist einer der wichtigsten.

Der Graumarkt ist extrem intransparent und nur sehr schwer einzudämmen. Die einzigen, die es nachhaltig schaffen können, sind der seriöse, autorisierte Handel – und die Verbraucher selbst.

Es könnte so einfach sein.

Es muss nicht immer EDP sein: MEMO Paris mit „Bath Line“ auf neuen Pfaden

Natürlich ist das Eau de Parfüm (EDP) der „Goldstandard“ in der Feinparfümerie. Mit seiner hohen Duftölkonzentration – sie liegt bei unseren Parfümkunstwerken in der Regel zwischen 12 und 22 Prozent – ist das EDP angenehm intensiv und sorgt für eine langanhaltende Duftspur.

Aber auch andere Konzentrationen und Darreichungsformen haben ihren Reiz. MEMO Paris hat sich gerade auf einen solchen olfaktorischen Exkurs begeben. Die neue „Bath Line“ basiert auf fünf besonders erfolgreichen Düften des französischen Luxuslabels: Irish Leather, French Leather, Inlé, Lalibela und Kedu. Sie alle sind jetzt als Body Cream, Hand Cleansing Gel und Body Wash erhältlich. Damit werden sicher nicht nur die Liebhaber der jeweiligen Düfte glücklich; auch wer bisher noch keinen Zugang zu den sehr edlen Düften des Labels hatte, dem sei der Einstieg in die MEMO Welt über diese Badelinie empfohlen.

Was uns besonders freut: Die Produkte sind aus natürlichen Inhaltsstoffen und Pflanzenextrakten und wurden speziell für die sanfte Hautpflege entwickelt. Sie sind dermatologisch/klinisch getestet, GMO-frei sowie frei von Parabenen, Petrolatum, Silikon, synthetischen Farbstoffen (und vegan).

Wer also in Zukunft seinen Alltag ein wenig hinter sich lassen möchte und mit wirklich exquisiten Düften auf eine Wellness-Reise gehen möchte: Nur zu. Einzeln oder als Set ist diese Badelinie ein echter Zugewinn für die MEMO Familie.

Zusätzlich zu den insgesamt 15 individuellen Produkten gibt es übrigens zwei Gäste- oder Geschenksets: Das „Irish Leather Guest Kit“ und das „Irish Leather Wing Kit“ sind eine charmante Geste für Gäste und Freunde. Das Guest Kit kommt mit je 50 ml-Größen von Body Wash, Shampoo, Body Cream und Conditioner, mit parfümierter Seife und einem kleinen Duftsample (2 ml). Das Irish Leather Wing Kit bietet je 100 ml-Größen der gleichen Produkte; das Duftsample fällt mit 10 ml größer aus.

will be a brand präsentiert: Verdúu – die Haute Couture der Parfümkunst

Das neue Label Verdúu schickt seine Düfte auf den Laufsteg – und das darf man wörtlich nehmen: Die Kreationen von Mark Buxton wurden exklusiv für aufstrebende Modedesigner geschaffen. 

Ein neues Duftlabel, höchste Parfümkunst und Mode: Das sind die Zutaten für die Kreationen, mit denen das Label Verdúu seinen Auftritt in der Welt der Düfte inszeniert. Das Ziel von Verdúu: Düfte speziell für Modedesigner zu kreieren – Düfte, die deren kreativen Kosmos entspringen, und die deren ganz persönlichen Stil olfaktorisch interpretieren, ergänzen und erschließen. Jeder Duft repräsentiert den Designer | die Designerin, deren Inspiration, Charakter und Schaffen.

Nach den ersten drei Düften für die in Berlin tätigen Designern Hien Le, Michael Sontag und Sissi Götze hat Verdúu mit Christopher Shannon internationalen Zuwachs bekommen: Der Londoner hat in der Vergangenheit bei den British Fashion Awards und dem LVMH Prize von sich reden gemacht und ist seit 2008 mit eigenem Menswear Label höchst erfolgreich.

 

Shake it, Baby! Duftdesigner Christian Plesch mit neuer Linie WACKELWASSER

Mit dem Label NASENGOLD hat der Duftdesigner Christian Plesch Zeichen gesetzt: Düfte ohne Schnickschnack und Tamtam, frech und provokant. Jetzt lanciert der Hamburger seine zweite Duftlinie: WACKELWASSER erscheint mit zwei modernen, sinnlichen und spritzfrischen Unisex-Kreationen. 

Zwei prickelnde Duftkompositionen, komponiert aus wahrhaft köstlichen Zutaten: gechilltes Orange Fizz trifft auf Ingwer, erhitzter Pfeffer vereint sich mit Malt Beer. Mit WACKELWASSER LIGHT und DARK setzt der Hamburger Duftdesigner Christian Plesch seine Kreativität erneut ins Rampenlicht.

WACKELWASSER fühlt sich prickelnd an, beglückt die Nase – und sorgt für einen langen Kick. Duftdesigner Christian Plesch: „Gänsehaut ist durchaus eingeschlossen!“

Die ungewöhnliche Bezeichnung der neuen Kollektion hat seine eigene kleine Geschichte: „WACKELWASSER“ war der Name, den Christian Pleschs kleine Tochter sprudelndem Mineralwasser gegeben hat.

Zwei Düfte, zwei Duftwelten

DARK WACKELWASSER | Laut peitschende Beats und Wahnsinnsrausch, Dunkelheit und zügellose Anonymität. Kostbare Essenzen, die in den Bann ziehen: Ingwer, Jasmin und Malz weben ein Band, Zedernholz zurrt es fest, Vetiver bewacht den Knoten.

LIGHT WACKELWASSER | Laszive Morgensonne und Rokoko-Schönheitsfleck, verrutschte Kleidung und improvisierte Klavierspielerei. Unsichtbare Marionettenfäden lenken den Weg – gewoben aus Champagnerperlen, Jasminblüten und Karamell, verbunden durch Zedernholz. Rumtropfen perlen die dünnen Bänder hinab, erfrischend und berauschend.

 

 

10 Jahre MEMO Paris – ein Höhenflug der Parfümkunst

Jeder Duft ist eine Reise – so könnte man die Parfümkunstwerke von MEMO Paris umschreiben. Mit Eau de MEMO, dem Jubiläumsduft zum 10. Geburtstag, reist das Luxuslabel an seine Geburtsstätte Paris: ein Fünf-Sterne-Launch, der auf exquisite Art die eigenen Regeln bricht.

Ein neuer Flakon, eine neue Größe, ein neuer Juice – Eau de MEMO bricht lustvoll mit Gewohntem. Mit Eau de MEMO kehrt erlesene Parfümkunst in ihre Pariser Heimat zurück und schwingt sich zugleich in neue Höhen auf. Denn Eau de MEMO ist pure Freude in einen kostbaren Duft gebannt; Jasmin, grüner Tee und ein typischer MEMO Lederakkord sind die Schlüsselnoten.

Eau de MEMO ist ein olfaktorischer Höhenflug über Paris, den Horizont und den Himmel im Blick. Ein Duft, der mit Mandarine und Bergamotte Leichtigkeit ausstrahlt, der mit grünem Tee für Euphorie sorgt, der mit Jasmin und einem Hauch Leder Sinnlichkeit und Tiefe verleiht. Eau de MEMO vereint Gegensätze und schafft ein wunderbares Dufterlebnis, das unverkennbar MEMO Paris sagt. Die Kreation stammt – wie zahlreiche Düfte des Labels – erneut von der ungarisch-französischen Parfümeurin Aliénor Massenet.

Lockruf der Wildnis

Dass man sich selbst mittels bestimmter Düfte – hier ist die Rede von Pheromonen – sexuell attraktiver macht, ist wohl doch nicht so einfach, wie es manche Parfümlabore oder Duftanbieter gerne hätten. Pheromone sind vor allem in der Tierwelt bekannt und dienen dazu, mögliche Partner anzulocken; im Blogbeitrag FRÜHLINGSGEFÜHLE habe ich mich bereits dazu geäußert.

Nun ist man bei der Suche nach diesen Substanzen beim Menschen doch auf zwei Stoffe gestoßen (mit den komplizierten Namen Estratetraenol, kurz EST, und Androstadienon |AND), denen diese Wirkung nachgesagt wurde. Die beiden sollen tatsächlich auch schon in Parfüms zum Einsatz gekommen sein. Leider hat eine gerade (März 2017) publizierte Studie aus dem fernen Australien ergeben: Diese Zutaten darf man sich sparen, ihre Wirkung ist nicht nachweisbar. „Das Parfum“, dieser wunderbare Roman (und seine Verfilmung) bleiben also Fiktion.

Ich darf ohnehin versichern, dass keine dieser Substanzen jemals in einem unserer Düfte verwendet wurde – wir vertrauen eindeutig lieber der Expertise und Kreativität ausgezeichneter Parfümeure wie Mark Buxton, Geza Schön und anderen „Nasen“. Ich bin aber sicher, dass die Suche nach menschlichen Pheromonen und die wissenschaftliche Forschung dazu weitergehen wird – nicht zuletzt, weil eine Entdeckung in diesem Bereich für die globale Duftindustrie ungemein profitabel wäre.

500 Badewannen…

und 40 Millionen Euro: Was haben diese sonderbaren Zahlen hier zu suchen? Sie sind ein Nachtrag zum Thema „Graumarkt und Fälschungen“. 500.000 Flakons – das sind etwa 500 Badewannen voll mit (gefälschten!) Parfüms und genau die Menge, die der Hamburger Zoll im Jahr 2016 aus dem Verkehr gezogen hat, bevor diese Plagiate Schaden anrichten konnten. Auch den hat der Zoll beziffert. 40 Millionen Euro wären es gewesen: eine Summe, von der wir alle nur träumen können. Die Zahlen zeigen aber, dass das Problem mit Plagiaten etc. keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern sehr real ist. Natürlich sind dem Zoll nicht nur Düfte ins Netz gegangen, sondern auch die üblichen Verdächtigen: Markenspielzeug, -sportschuhe und -bekleidung. Der verhinderte Parfümschaden aber macht tatsächlich fast die Hälfte des Schadens aus, der hätte angerichtet werden können. Respekt übrigens für die Leistung des Zolls: von über 1,4 Millionen Kontrollen, unter anderem von Containern oder Koffern, ist die Rede.

Escentric Molecules 04 ist da: Futuristische Frische mit Javanol

Das Molekül Javanol steht im Zentrum von Escentric Molecules 04, dem neuen Parfümkunstwerk von Geza Schön: ein Befreiungsschlag für Sandelholz.

Radikal reduziert: Molecule 04

Molecule 04 setzt auf reines Javanol: ein kraftvolles, zugleich weiches Sandelholz-Molekül der neuesten Generation. Damit offenbart sich Sandelholz auf völlig neue Weise: ohne jede Schwere, dafür mit einer ungekannt weichen, glänzend-schimmernden Frische.

Sandelholz neu interpretiert: Escentric 04

Bei Escentric 04 wird Javanol von weiteren Noten umspielt. Der Duft ist eine einzigartige Interpretation von Sandelholz – nicht holzig schwer, sondern in der Kopfnote ergänzt durch frische, bittere Noten von pinker Grapefruitschale, von Wacholder und Rosa Pfeffer. Ein Hauch Marihuana bringt dabei die weichen Noten der Grapefruit hervor. Im Herzen erblüht Iris (Orris) mit einem von Schön neu komponierten Rosenakkord. Escentric 04 klingt mit einer balsamisch-holzigen Note aus Javanol und dem lieblicheren Polysantol aus.

 Die Duftpyramide Escentric 04

Kopf: Methyl | Pampelmuse | Pink Grapefruit | Marihuana | Bergamotte | Wacholderbeere | Rosa Pfeffer
Herz: Hedione | Freesie | Osmanthus | Iris | Rose
Basis: Javanol | Mastix | Labdanum | Iso E Super | Moschus | Ambroxan | Castoreum | Vetiver

Beide Düfte sind ab April bei uns erhältlich.

Eau de Parfum | 100 ml | UVP 130 €

 

Graumarktware

In der letzten Zeit werden wir bei will be a brand gehäuft von irritierten Kunden angesprochen. Denn offenbar schwemmt Hehler- oder Graumarktware auf den Markt. Die Folge: Auf einmal gibt es Kreationen wie die Düfte von Escentric Molecules zum Schleuderpreis im Supermarkt! Das ist weder sinnvoll noch gewünscht. Ich kann nur warnen: Bei Angeboten, die deutlich unter dem UVP liegen, handelt es sich mit Sicherheit um Graumarktangebote, um Kopien oder gar Hehlerware.

Luxuriöse Duftlabels sind ein gutes und – nebenbei bemerkt: wunderbares Geschäft. Dabei sollte es allerdings legal zugehen. Parfümkunst nimmt durch ihren großen kreativen Anspruch ohnehin eine qualitative Sonderstellung selbst im selektiven Segment ein. Alles ist hier hochwertiger, teurer, aufwendiger – von der Kreation bis zu Vertrieb und Schulung. Ein Schmuddelimage macht hier vieles zunichte, wofür die an der Parfümkunst Beteiligten hart gearbeitet haben. Aber irreführende Preisbotschaften (billig will ich!) ein Umfeld, das das Bild von Luxus konterkariert (Grabbeltisch!), der Verlust von Markenwerten und Qualität, schwindendes Vertrauen zwischen Handel und Hersteller: Das sind Folgen des Graumarkts und ähnlicher Machenschaften. Ganz zu schweigen vom wirtschaftlichen Verlust aller, die sich an die legale Handelskette halten – so wie wir, der Parfümeur, die seriöse Parfümerie.

Ich rate Verbrauchern und dem Handel: Finger weg von diesen Bezugswegen und vermeintlichen Schnäppchen. Außerdem möchte ich an Sie appellieren: Wenn Ihnen Labels unseres Hauses zu auffällig niedrigen Preisen angeboten werden, bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf!