2020: der Sommer von Escentric Molecules 05

Über eines der Merkmale von Parfümkunst wird wenig gesprochen: Dass sie über Jahre hinweg gleichbleibende Kreativität auf allerhöchstem Niveau bietet. Anders gesagt: Hier gibt es keine Flops, die schnell wieder vom Markt verschwinden. Parfümkunst liefert die Klassiker von morgen, und Escentric Molecules ist eines der besten Beispiele dafür.

2005 wurde das Label gegründet, und im Frühling 2020 erscheinen mit Molecule 05 und Escentric 05 die neuesten großartigen Düfte. Konzeptionell bleibt sich Geza Schön selbstverständlich treu. Molecule setzt auf ein einziges Molekül in Reinform, Escentric ist eine Komposition rund um das Hero-Molekül, diesmal Cashmeran.

Geza Schön nennt Cashmeran „die Abstraktion eines heißen Sommers auf einer Mittelmeerinsel“. Das ist wunderbar bildhaft, aber dennoch ist 05 wieder eine Würdigung moderner Syntheseparfümerie: Das Molekül wurde bereits Ende der 1970er Jahre von IFF entwickelt. Cashmeran ist ungewöhnlich komplex und reichhaltig. Es vereint eine einhüllende, moschusartige Weichheit mit trockener, aromatischer Holzigkeit und einer süßen, harzigen Kiefernnote. Dass Cashmeran einen eigenen Duft wert ist, beweist Geza Schön eindeutig mit Molecule 05.

Auch bei Escentric 05 spielt Cashmeran die wichtigste Rolle. Eine andere Art von Sommerduft wollte Geza Schön hier kreieren – wie nicht anders zu erwarten deutlich jenseits des Mainstreams und ohne die üblichen marinen Noten, die er zu künstlich findet. Inspirieren ließ er sich durch einen Spaziergang an einem heißen Nachmittag vom Meer landeinwärts – durch aromatische mediterrane Kräuter, Wälder und Orangenhaine. Und so bahnt sich die Nase bei E05 ihren Weg durch Bergamotte und Orange, Lorbeer, Rosmarin und andere Ingredienzen, bis sie das Cashmeran und dessen kiefernhafter Wärme erreicht. Es ist eine höchst sinnliche Reise, die lange nachklingt.

Escentric Molecules 05 erscheint im Frühling, es weckt die Sehnsucht nach dem Sommer – aber tragbar ist es natürlich zu jeder Jahreszeit. Und nicht nur, wie manch eine olfaktorische Eintagsfliege, im Jahr 2020, sondern auch in Zukunft und als Klassiker von morgen.

Vom Dasein und dem So-und-nicht-anders

Höchster parfümistischer Anspruch und weltanschauliche Ein- und Ansichten: Sie treffen zuweilen aufeinander. Combinism mit EmpaTopia ist ein Beispiel dafür, GESCHÖPF ein weiteres – und auch dieser Duft wurde von Atelier PMP ersonnen.

Die Idee hinter dem Duft mit dem aussagekräftigen Namen: Alles ist Schöpfung, wir alle sind Schöpfung, Jeder, Jedes, Jede ist Geschöpf – ganz gleich welchen Geschlechts, welcher Herkunft, welchen Aussehens. GESCHÖPF ist damit eine liebevolle und starke Hommage an das So-und-nicht-anders-Sein.

Das ist nicht „unisex“ zu Ende gedacht, sondern weit darüber hinaus. Es geht um Gleichheit ohne Gleichmacherei: Wir sind alle derselben Substanz geschaffen, gleichberechtigt, gleichwertig, gleichbedeutend. Es geht zugleich um Individualismus, denn jedes Geschöpf ist anders.

Diese Botschaft gefällt mir gut, und wem dieser Ansatz nicht passt, nun ja – vielleicht lassen f/m/d sich durch die fabelhafte Komposition dazu verführen, einmal darüber nachzudenken. Die Schöpfer Mark Buxton und David Chieze haben mit dem Duft eine exquisite und subtile Kreation ersonnen, die in deren Worten: „zwischen einer klaren tiefen Wahrheit, der Frische von Feigen, Wärme und Weihrauch oszilliert“. Für mich ein feiner, raffinierter Duft, der begeistert!

Gleiches lässt sich über ŌN von Atelier PMP sagen. Der Name kommt aus dem Griechischen: ón ‚seiend‘, beschreibt alles Existierende. Der Duft ŌN will also auf alles hinweisen, was existiert, was erschaffen wird – nicht nur Materielles, sondern auch Träume und Hoffnungen, Ideen und Kreativität.

Alles, was ist, in einem Duft? In der Tat: ŌN vereint Essenzen, die auf der ganzen Welt verwendet werden, um sich dem Sein zuzuwenden, darunter Marihuana und Weihrauch. Dabei lastet ŌN nicht etwa schwer, sondern ist ein leichter, subtiler Duft – und eine wunderbare Kreation für das Hier und Jetzt.

Ein Upgrade für das Zuhause

2017 wurden in Europa etwa 790.000 Tonnen Kerzen verkauft – offenbar ein neuer Allzeitrekord. Wie viele dieser Kerzen Duftkerzen waren, ist mir nicht bekannt. Dass dieses Segment aber klar im Trend liegt, veröffentlichte 2018 auch der entsprechende Verband. Anfang dieses Jahres wiederum las ich über den „kuriosen Boom der Duftkerzen“. Warum kurios? Weil es – vor allem in den USA – Startups gibt, die mit einem so „traditionellen“ Produkt wie der Duftkerze auf den Markt drängen und damit überaus erfolgreich sind. Dabei setzen sie vor allem auf die Macht der Bilder, sprich Instagram: Schöne Fotos von Duftkerzen im Zuhause der Follower, das schafft offenbar Begehrlichkeit.

Mich persönlich überzeugen in erster Linie dann doch eher erlesene Düfte –und diese sind URBAN SCENTS aus Berlin, bei ihren Duftkerzen ganz exquisit gelungen. Das Luxuslabel beweist, wie sinnlich, ästhetisch und zugleich hochmodern Duftkerzen sein können. Die Rohstoffe werden in Grasse in einer kleinen Manufaktur produziert; das garantiert höchste Qualität. Die Kompositionen und Duftstimmungen, die Marie Urban-Le Febvre geschaffen hat, verwandeln Räume und schaffen eine exquisite Atmosphäre: Eine Duftkerze von URBAN SCENTS ist ein Upgrade für das Zuhause – und das nicht nur im Winter.

Wie nicht anders zu erwarten, bleibt die Ästhetik bei URBAN SCENTS nicht auf der Strecke. In dem schweren blauen Glas, das man schon von den Flakons kennt, ruhen auch die Duftkerzen; es handelt sich um Handarbeit aus einer französischen Glasmanufaktur. Wenn man mich fragt: Das ist absolut „instagrammable“ – nur, dass man leider den herrlichen Duft auf diesem Wege nicht erleben kann.

Ballistic Therapy:
Mein Duft-Bullet(in) zu 9mm


Provokation will gekonnt sein, und ich denke, mit seinem ersten Duft 9mm ist das dem jungen Berliner Luxuslabel Ballistic Therapy gelungen: dank einem Gesamtkonzept, das aus meiner Sicht zwar gewagt, dabei aber hochkreativ und durchdacht bis ins Kleinste ist. Und dank einem Duft, der mal wieder (Geza Schön war am Werk) polarisieren dürfte. Und dazu ist (Parfüm-)Kunst unter anderem da.

Aber von Anfang an. „Ballistic Therapy“ bedeutet, auf Dinge zu schießen, um Stress abzubauen – je lauter der Knall, desto größer die Wirkung. Ich finde, 9mm trifft lautstark ins Schwarze. Der Duft ist inspiriert von der Erfindung des Schwarzpulvers im alten China. Schwarzpulver in der Kopfnote: Das dürfte es bislang kaum gegeben haben.

„Dysfunctional misfit“ nennt Schöpfer Geza Schön seine Kreation – einen dysfunktionalen Außenseiter, und er erklärt: „9mm fügt sich in keine Kategorie ein. Duftfamilie Al Capone!“ Laut eigener Aussage will 9mm Männlichkeit in einen Flakon bannen. Weil aber besagte Männlichkeit auch ein soziales Konstrukt ist, geht der Duft durchaus als Unisex durch: eine raue Duftwaffe für Typen von James Bond bis zum agent provocateur, eine Rezeptur für moderne Alpha-(Fe-)Males.

Auch ein Teil des Konzepts: Ballistic Therapy liefert augenzwinkernd eine bildhafte Olpha Scale mit, Topnote: Gorilla-Silberrücken. Das macht Spaß.

„Destroy to create“ heißt es dann beim Flakon. Erst wer ihn zerstört, hat Zugriff auf die darin verkapselte 9mm-Patrone. Die wiederum lässt sich – der Handgriff des Flakons aus handgeknüpfter Kordel kann ausgerollt werden – als Anhänger tragen. Durchdacht ist auch das Packaging. Das Schiefergrau: genau die Farbe von Steve McQueens Porsche in der Eröffnungssequenz des Filmklassikers „Le Mans“. Das Orange entstammt aus der Welt der Jäger, nämlich deren Sicherheitswesten und Markierungen. Und das Kupfer schließlich nimmt Bezug auf die 9mm Patrone. 

Auch wenn dieses Konzept zuweilen martialisch anmutet – 9mm ist auch ein Charityprojekt: Stattliche 20 % der Gewinne werden gezielt an friedensfördernde Projekte gehen.

Hinter Ballistic Therapy steckt der Berliner Entrepreneur Jan Mihm. Es ist nicht sein erster Ausflug auf den Beautymarkt: Er ist Co-Pilot des Berliner Kosmetiklabels uslu airlines.


 

H wie Haut

Uns erreichen oft Fragen zur Duftentwicklung auf der Haut. Ein komplexes Thema – ich beginne deshalb lieber mit einem anschaulichen Vergleich aus der Kunst: Ein Gelbton vor einem schwarzen Hintergrund wirkt anders als der gleiche Gelbton vor Violett. Der Beitrag, den das Gelb leistet, bleibt derselbe. Aber dennoch unterscheidet es sich durch den Eindruck und Ausdruck. Und so ist es auch mit Düften: Der Kontext entscheidet mit.

Der Kontext, der im Prozess der Duftentwicklung eine Rolle spielt, besteht im Wesentlichen aus drei Faktoren: der Hauttemperatur, dem pH-Wert der Haut und dem Grad ihrer Trockenheit. Alle drei wirken sich auf die Duftentwicklung aus – also die Geschwindigkeit, mit der sich Kopf, Herz und Basis des Duftes entfalten. Diese Phasen verlaufen nacheinander: die vorherigen Noten werden übertönt und abgelöst.

Die Temperatur der Haut beeinflusst den sogenannten „Dampfdruck“, mit der sich ein Parfüm entwickelt: Je höher die Temperatur, desto schneller wird die nächste Stufe der Duftpyramide erreicht. Dieser Faktor ist schwer konstant zu halten – damit wird er zur Variablen.

Ein kleiner, aber wichtiger Faktor von hoher Konstanz ist der pH-Wert: Im stark sauren Bereich verringert sich der Dampfdruck von basischen Molekülen. Im stark basischen Hautmilieu wiederum verringert sich der Dampfdruck der „sauren“ Noten (erwähnte ich, dass es komplex ist?). Und damit kommen bei einigen Hautmilieus bestimmte Duftnoten eines Parfüms deutlicher oder schwächer zum Ausdruck.

Auch die Trockenheit der Haut wirkt sich aus. Auf trockener Haut haften Düfte schlechter – und es kommt zu einem schnellen Ablauf der Duftentwicklung. Das hat durchaus praktische Auswirkungen auf die Duftwahl – oder die Wahl der Stelle, auf die man einen Duft aufträgt. Bei trockener Haut (oder Hautbereichen) empfehlen sich orientalische oder opulente Düfte, die ansonsten sehr schwer wirken können. Eher ölige Haut oder Hautbereiche können leichtere und blumigere Düften tragen: Die natürlichen Öle der Haut sorgen für eine bessere und längere Haftung – und die Düfte werden intensiviert und versüßt.

Am Ende aber überragt ein Faktor doch alle anderen: unser Gehirn. Seine Erfahrungen sorgen dafür, dass wir alle Düfte über jeden anderen Einfluss hinweg einordnen, erleben und lieben.

Das Beste aus zwei Welten

Ich freue mich sehr, eine neue Marke bei uns im Portfolio zu begrüßen: Urban Scents aus unserer Heimatstadt Berlin. Obgleich das nicht so ganz stimmt – tatsächlich ist das Label sehr international unterwegs.

Die Nase hinter Urban Scents ist eine Französin: Marie Urban-Le Febvre. Sie hat nach einer Top-Ausbildung als Parfümeurin lange für die Duftindustrie und große Dufthäuser wie Haarmann & Reimer, Symrise und Takasago gearbeitet und kreiert die Düfte für Urban Scents hier in Berlin. Die extrem hochwertigen Parfümöle stammen aus Frankreich – aus der Duftmetropole Grasse (das Metropole beziehe ich hier natürlich auf die Bedeutung des Ortes). Die Manufaktur, mit der Urban Scents arbeitet, wurde noch von einem der ganz großen Parfümeure des 20. Jahrhunderts gegründet, Edmond Roudnitska. Allein diese Zusammenarbeit sagt so einiges über Urban Scents: Da ist viel Traditions- und Qualitätsbewusstsein im Spiel.

Ich bin ein großer Fan der schweren, nachtblauen Flakons (sie kommen aus Nordfrankreich): Das dunkelblaue Glas schützt die kostbaren Düfte optimal und sieht auch noch gut aus. Das Logo mit dem Propeller kläre ich gern auf: Marie Urban-Le Febvre ist leidenschaftliche Pilotin. Mit Urban Scents verleiht sie der klassischen Dufttradition einen neuen Dreh und steuert sie in eine frische Moderne.

Alle sieben Düfte (Gunpowder Cologne, Desert Rose, Lost Paradise, Vetiver Reunion, Dark Vanilla, Singular Oud und Sensual Blend) sind extrem tragbar, ohne gefällig zu sein. Sie sind spürbar exquisit, aber nicht schwer. Ihre Opulenz beziehen sie nicht aus der Fülle, sondern der Qualität und Auswahl der Inhaltstoffe, aus der feinen Komposition.

Ich freue mich, dass wir auch die Duftkerzen von Urban Scents anbieten können. Duftkerzen sind so eine Sache – ich persönlich finde, sie können olfaktorisch schnell überwältigen. Das ist hier nicht der Fall, denn zum Glück unterscheidet Urban Scents ganz klar zwischen Raum- und Körperdüften. Die Kompositionen für die Kerzen sind also neu und explizit für Räume konzipiert. Derzeit vier Duftrichtungen gibt es (Club Lounge, Holy Wood, Oriental Tales und Matcha Green Tea – auch sie in herrlich schweres dunkelblaues Glas gehüllt), sie alle überzeugen subtil und charaktervoll zugleich.

In einem Satz: Urban Scents ist das Beste aus zwei Welten: Klassische Parfüm-Expertise trifft auf den Geist des pulsierenden Berlin – und hebt ab zu neuen Höhenflügen.

G. wie G.öttliche G.rapefruit und wie G.burtstag:
Der 3. wird heute 5!

Beat, Tanz und Adrenalinrausch: Heute vor genau 5 Jahren hat das Duftlabel NASENGOLD seinen dritten Duft präsentiert, komponiert aus stimulierender Grapefruit, Rosa Pfeffer und ambriertem Kakao, gelten die Worte des Duftschöpfers Christian Plesch zum Geburtstag nochmal mehr:

„Zum Ende des Tages beruhigt sich der Herzschlag der Zeit… Die Kleidung fällt, das nackte Spiegelbild verwischt im Zwielicht, die Reflektion nimmt animalische Formen an. Ein Mischwesen will sich erheben … und die Verwandlung geschieht. Das ist der G-Punkt!“

Eine Komposition, die ER oder SIE gleichermaßen tragen darf und etwas, das Sie nicht verpassen sollten, daher:

G.winnspiel: Bis zum 17.03. verlosen wir drei Flakons von G. auf unserer Facebook-Seite. Für die Teilnahme sollten sie einmal hier vorbeischauen: Klick.

Wir gratulieren!

© Neal McQueen

Kunst als Erlebnis für die Nase

„I fundamentally see beauty as being a moment in time “ – nur ein flüchtiger Moment: So definiert Modemacher Matthew Miller Schönheit. Dass das Label Verdúu den Briten nun mit einem eigenen Parfüm würdigt, passt also, so finde ich, ganz wunderbar zu dieser Vorstellung des Vergänglichen, das jedem Duft zu eigen ist. Auch dass der Designer Mode grundsätzlich als Produkt versteht, widerspricht dem keineswegs.

Mit Matthew Miller – dem Gewinner des angesehenen Woolmark Prize 2017/18 – schickt Verdúu einen fünften aufstrebenden Modemacher auf den olfaktorischen Laufsteg. Wie bei den anderen Düften ist Mark Buxton für die wunderbare Komposition verantwortlich, und wie gewohnt interpretiert er gekonnt den kreativen Kosmos des Modemachers. Die Inspiration für den Duft stammt aus der Welt der Kunst: „Art is fundamental to design“, hat Matthew Miller einmal erklärt, Kunst ist die Grundlage für Design. Und so finden in seinem Duft die typischen Noten einer Ausstellungseröffnung in einer edlen Galerie zueinander: Kunst als Erlebnis für die Nase – und ein eher ungewöhnlicher Moment von Schönheit.

Ich möchte daran erinnern, dass alle Fashion-Düfte von Verdúu bewusst in kleinen Flakons zu je 15 ml erscheinen. Eine praktische Idee, denn so kann im Laufe der Zeit eine kleine, exquisite „Duftgarderobe“ entstehen, bei der Duftliebhaber immer wieder ein neues It-Piece tragen können.

Dreckigbleiben ist das neue Sauberwerden

Dreckig bleiben war der erste und gleich ungemein erfolgreiche Duft des Hamburger Independent-Labels Atelier PMP. Eine sensationelle Kreation vom Meister Mark Buxton, die jüngst mit ebenso sensationellen vier Sternen in die „Duftbibel“ von Luca Turin Einzug hielt.

Den provokanten Namen darf man aber nicht all zu wörtlich nehmen, denn jüngst hat das Label eine passende Badlinie mit Flüssigseife und Duschgel herausgebracht. Ich persönlich bin ein großer Freund solcher Markenerweiterungen. Nicht nur, weil sie echten Duftliebhabern damit noch mehr Möglichkeiten schenken, einen Duft zu tragen. Sondern auch, weil solche Produkte den Menschen auch einen einfacheren Zugang zu ungewöhnlicher, mutiger Parfümkunst bieten: Ein Duschgel ist in gewisser Weise niedrigschwelliger als ein Eau de Parfum. Es würde mich freuen, wenn über die neue Flüssigseife und das Duschgel – beide sind übrigens frei von Parabenen, Silikon, Gluten und tierische Zutaten, also auch vegan – mehr Menschen zu diesem Duft finden, ihn sich auf diesem Wege erschließen oder ihn einfach auf unkomplizierte Art ganz alltäglich erleben und genießen.

Flüssigseife und Duschgel zeigen die gleichen, starken Holz-Nuancen mit Zeder in der Basis, Öl aus Guajac-Holz und Sandelholz. Sie treffen auf einen überraschenden Akkord aus kalabrischer Bergamotte, tunesischem Neroliöl, sizilianischer Mandarine und Ingwer – für einen angenehmen Frische-Effekt.

„Dreckig bleiben bedeutet, mit den besten Freunden in der uralten, aber gemütlichen Jogginghose am Fluss um das Lagerfeuer zu sitzen. Mit den Füßen im Sand und einem Glas Wein in der Hand.“, hat Daniel Plettenberg von Atelier PMP einmal gesagt. Ich ergänze: Und nach diesem Erlebnis ab unter die Dusche, den Sand aus den Zehen spülen und dieses herrlich Lebensgefühl olfaktorisch nachklingen lassen!