Dreckigbleiben ist das neue Sauberwerden

Dreckig bleiben war der erste und gleich ungemein erfolgreiche Duft des Hamburger Independent-Labels Atelier PMP. Eine sensationelle Kreation vom Meister Mark Buxton, die jüngst mit ebenso sensationellen vier Sternen in die „Duftbibel“ von Luca Turin Einzug hielt.

Den provokanten Namen darf man aber nicht all zu wörtlich nehmen, denn jüngst hat das Label eine passende Badlinie mit Flüssigseife und Duschgel herausgebracht. Ich persönlich bin ein großer Freund solcher Markenerweiterungen. Nicht nur, weil sie echten Duftliebhabern damit noch mehr Möglichkeiten schenken, einen Duft zu tragen. Sondern auch, weil solche Produkte den Menschen auch einen einfacheren Zugang zu ungewöhnlicher, mutiger Parfümkunst bieten: Ein Duschgel ist in gewisser Weise niedrigschwelliger als ein Eau de Parfum. Es würde mich freuen, wenn über die neue Flüssigseife und das Duschgel – beide sind übrigens frei von Parabenen, Silikon, Gluten und tierische Zutaten, also auch vegan – mehr Menschen zu diesem Duft finden, ihn sich auf diesem Wege erschließen oder ihn einfach auf unkomplizierte Art ganz alltäglich erleben und genießen.

Flüssigseife und Duschgel zeigen die gleichen, starken Holz-Nuancen mit Zeder in der Basis, Öl aus Guajac-Holz und Sandelholz. Sie treffen auf einen überraschenden Akkord aus kalabrischer Bergamotte, tunesischem Neroliöl, sizilianischer Mandarine und Ingwer – für einen angenehmen Frische-Effekt.

„Dreckig bleiben bedeutet, mit den besten Freunden in der uralten, aber gemütlichen Jogginghose am Fluss um das Lagerfeuer zu sitzen. Mit den Füßen im Sand und einem Glas Wein in der Hand.“, hat Daniel Plettenberg von Atelier PMP einmal gesagt. Ich ergänze: Und nach diesem Erlebnis ab unter die Dusche, den Sand aus den Zehen spülen und dieses herrlich Lebensgefühl olfaktorisch nachklingen lassen!

Zu zweit ist alles schöner…

… vorausgesetzt, man passt zusammen – vermutlich eine Erfahrung, die schon viele von uns in dieser oder jener Hinsicht machen konnten. Zwei, auf die das definitiv zutrifft, sind die Köpfe von Atelier PMP: Stefanie Mayr, die Designerin und Künstlerin hinter dem Label, und Tausendsassa Daniel Plettenberg, der als Berater und Markenmacher immer wieder gern neue Wege geht.

Jetzt haben die beiden ein völlig neues und – es war kaum anders zu erwarten: ungewöhnliches – Konzept für die Parfümkunst ersonnen: COMBINISM. Combinism ist eine Linie, die uns ganz neue Dufterfahrungen machen lässt: Zwei eigenständige Düfte werden zu einem weiteren, neuen kombiniert.

Empa & Topia heißen die beiden ersten Kreationen, und mit ihnen vereinen sich zwei herrliche Gegensätze. Empa ist ein empathischer, weicher, sanfter Duft: Rosenholz, Orangenblüten und Kardamom sorgen für eine zarte Frische. Topia ist mit Blutorange, Rhabarber und Salbei ein struppiger, grüner, utopischer Duft. Jeder beeindruckt für sich, zusammen sind sie eine Revolution der Sinne.

Parfümistisch ist solch ein Kunstwerk eine Herausforderung und erfordert perfektes Können. Mark Buxton und David Chieze haben das Konzept mit Bravour umgesetzt. Wieder zwei, die offenbar gut zusammenpassen, also auch hier: gelebter Combinism. 

Empa wie Empathie, Topia wie Utopia – Combinism will, dass sich Düfte (und Menschen) zusammenzutun und zu verbünden. Die (Er-)Lösung liegt in der Kollaboration der guten Dinge. Ob viel Empa und wenig Topia aufgetragen wird oder andersherum: Das kann jeder für sich entscheiden. Zur Not auch ganz für sich allein.

Sterne, Sterne, Sterne

Atelier PMP ist eine unserer ganz jungen Marken: Das Studio wurde erst vor fünf Jahren in Hamburg gegründet, die Köpfe sind das Multitalent und Markenmacher Daniel Plettenberg und die Modedesignerin und Künstlerin Stefanie Mayr. Für ihre ersten Kreationen Dreckig Bleiben, Concrete Flower und anti anti haben sie Duftkünstler Mark Buxton gewinnen können, und herausgekommen sind drei wirklich eigensinnige und herrlich durchkomponierte Düfte. Die erzählen übrigens schon äußerlich ihre Story: Dreckig Bleiben mit einem Flakondeckel aus dem verräucherten Holz eines alten Fachwerkhauses, bei Concrete Flower ist der Deckel aus Beton, und bei anti anti aus echtem italienischen Marmor.

Ich freue mich sehr, dass diese Düfte auch in die jüngste Duftbibel „Perfumes“ von Luca Turin und Tania Sanchez Eingang gefunden haben. Der Biophysiker und Duftforscher Turin gilt seit vielen Jahren als „Duftpapst“. Seine unterhaltsam geschriebenen und kundigen Kommentare – um nicht zu sagen: Urteile – können auch „großen“ Düften gegenüber überraschend vernichtend ausfallen (Duft ist immer  auch Geschmackssache!). Bei den Kreationen von Atelier PMP aber war er sich sicher: großes Kino. Alle drei Düfte des Labels sind nicht nur erwähnt (es ist schon eine Ehre, in Riechweite des Meisters zu geraten), sondern haben sensationelle vier Sterne erhalten. Dass drei der Topdüfte weltweit aus einem kleinen Hinterhof im Hamburger Karoviertel stammen, ist wieder mal der Beweis für die Kreativität und Kraft der Parfümkunst und ihrer Akteure. Glückwunsch an Atelier PMP! Wir freuen uns mit euch – und schon jetzt auf das neue Projekt, das derzeit bei euch entsteht!

Dirty Shades of Grey – Die Initiative gegen Schattenseiten in der Parfümkunst

Das Thema Graumarkt habe ich an dieser Stelle bereits angesprochen. Es ist leider an der Zeit, das Thema zu vertiefen. Denn wir erleben bei unseren Parfümkunstwerken – andere nennen sie Nischendüfte – eine massive Graumarktschwemme, die mittlerweile geschäftsgefährdend ist. Zu diesen Graumarktprodukten gehören:

– billige Reimporte, also Originale, bei denen in der Regel das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Sie werden von anderen Distributoren vertragswidrig in unsere Vertriebsgebiete geschleust. Ihr Schicksal: verschleudert zu werden wie billigste Massenware.

– Hehlerware aus Diebstählen.

– Fälschungen aus Nah- und Fernost.

Wer die Spreu vom Weizen trennen will – also seriöse Kanäle vom Graumarkt –, hat es ab jetzt etwas leichter. Wir haben eine Datenbank aufgebaut, mit der Kunden und Konsumenten seriöse Händler einfach finden können. Gleichzeitig listen wir auch die schwarzen Schafe auf: Diejenigen, die unsere Geschäft sabotieren. Diese Liste wird vermutlich mit der Zeit und neuen Informationen wachsen – also bitte immer mal reinschauen!

Insbesondere von Graumarkt betroffen ist übrigens Escentric Molecules – eine Marke, die geradezu kometenhaft in den Dufthimmel aufgestiegen ist. Leider rächen sich jetzt ihr Ruhm und ihre Popularität. Wir bei will be a brand haben beim Aufbau dieser wie auch anderer Marken auf Exklusivität gesetzt: Parfümkunst von will be a brand sollte eine Kostbarkeit bleiben und keine Massenware werden. (Deshalb auch unsere gezielte Auswahl der Point of Sales). Was aber knapp ist, ist besonders begehrt – das hat den Graumarkt angeheizt.

Die Folgen? Der Graumarkt bedroht nun ernsthaft unsere Geschäftstätigkeit. Er gefährdet die Reputation einer großartigen Marke. Er täuscht die Verbraucher, denn ein abgelaufener Duft muss häufiger nachgesprüht werden, der Flakon ist schneller leer und damit am Ende womöglich teurer als das Original. Darüber hinaus gefährdet der Graumarkt die Konsumenten, und das gleich doppelt. Nicht nur ist der Erwerb von Hehlerware (und unter gewissen Umständen auch Plagiaten) illegal. Auch dürften Plagiate labortechnisch kaum bewertet sein. Aber was bedeutet schon Verbrauchergesundheit, wenn man Profit machen kann?

Um es kurz zu machen: Düfte, bei denen sich Handel und Verbraucher auf Echtheit, Qualität und Produktsicherheit verlassen können, stammen von einem autorisierten Vertrieb wie will be a brand.

Ich möchte auch noch einmal betonen: Unsere Aufgabe ist nicht nur der Vertrieb von Parfümkunst und exklusiven Marken. Wir bauen diese Marken überhaupt erst auf. Wir selektieren geeignete Verkaufskanäle. Wir führen Schulungen und Werbemaßnahmen durch. Wir kennen das Segment wie kaum ein anderer, wir betreuen, informieren und begleiten unsere Partner am POS. Guter Service kostet – auch dies verbirgt sich hinter einem (höheren!) Preis!

Es gibt viele gute Gründe, die Finger von Luxusdüften zu lassen, die offensichtlich ZU billig sind. Dass irgendjemand dafür am Ende teuer bezahlt – durch Glaubwürdigkeit, Gesundheit oder Verlust seiner Geschäftsgrundlage – ist einer der wichtigsten.

Der Graumarkt ist extrem intransparent und nur sehr schwer einzudämmen. Die einzigen, die es nachhaltig schaffen können, sind der seriöse, autorisierte Handel – und die Verbraucher selbst.

Es könnte so einfach sein.

will be a brand präsentiert: Verdúu – die Haute Couture der Parfümkunst

Das neue Label Verdúu schickt seine Düfte auf den Laufsteg – und das darf man wörtlich nehmen: Die Kreationen von Mark Buxton wurden exklusiv für aufstrebende Modedesigner geschaffen. 

Ein neues Duftlabel, höchste Parfümkunst und Mode: Das sind die Zutaten für die Kreationen, mit denen das Label Verdúu seinen Auftritt in der Welt der Düfte inszeniert. Das Ziel von Verdúu: Düfte speziell für Modedesigner zu kreieren – Düfte, die deren kreativen Kosmos entspringen, und die deren ganz persönlichen Stil olfaktorisch interpretieren, ergänzen und erschließen. Jeder Duft repräsentiert den Designer | die Designerin, deren Inspiration, Charakter und Schaffen.

Nach den ersten drei Düften für die in Berlin tätigen Designern Hien Le, Michael Sontag und Sissi Götze hat Verdúu mit Christopher Shannon internationalen Zuwachs bekommen: Der Londoner hat in der Vergangenheit bei den British Fashion Awards und dem LVMH Prize von sich reden gemacht und ist seit 2008 mit eigenem Menswear Label höchst erfolgreich.

 

Shake it, Baby! Duftdesigner Christian Plesch mit neuer Linie WACKELWASSER

Mit dem Label NASENGOLD hat der Duftdesigner Christian Plesch Zeichen gesetzt: Düfte ohne Schnickschnack und Tamtam, frech und provokant. Jetzt lanciert der Hamburger seine zweite Duftlinie: WACKELWASSER erscheint mit zwei modernen, sinnlichen und spritzfrischen Unisex-Kreationen. 

Zwei prickelnde Duftkompositionen, komponiert aus wahrhaft köstlichen Zutaten: gechilltes Orange Fizz trifft auf Ingwer, erhitzter Pfeffer vereint sich mit Malt Beer. Mit WACKELWASSER LIGHT und DARK setzt der Hamburger Duftdesigner Christian Plesch seine Kreativität erneut ins Rampenlicht.

WACKELWASSER fühlt sich prickelnd an, beglückt die Nase – und sorgt für einen langen Kick. Duftdesigner Christian Plesch: „Gänsehaut ist durchaus eingeschlossen!“

Die ungewöhnliche Bezeichnung der neuen Kollektion hat seine eigene kleine Geschichte: „WACKELWASSER“ war der Name, den Christian Pleschs kleine Tochter sprudelndem Mineralwasser gegeben hat.

Zwei Düfte, zwei Duftwelten

DARK WACKELWASSER | Laut peitschende Beats und Wahnsinnsrausch, Dunkelheit und zügellose Anonymität. Kostbare Essenzen, die in den Bann ziehen: Ingwer, Jasmin und Malz weben ein Band, Zedernholz zurrt es fest, Vetiver bewacht den Knoten.

LIGHT WACKELWASSER | Laszive Morgensonne und Rokoko-Schönheitsfleck, verrutschte Kleidung und improvisierte Klavierspielerei. Unsichtbare Marionettenfäden lenken den Weg – gewoben aus Champagnerperlen, Jasminblüten und Karamell, verbunden durch Zedernholz. Rumtropfen perlen die dünnen Bänder hinab, erfrischend und berauschend.

 

 

Lockruf der Wildnis

Dass man sich selbst mittels bestimmter Düfte – hier ist die Rede von Pheromonen – sexuell attraktiver macht, ist wohl doch nicht so einfach, wie es manche Parfümlabore oder Duftanbieter gerne hätten. Pheromone sind vor allem in der Tierwelt bekannt und dienen dazu, mögliche Partner anzulocken; im Blogbeitrag FRÜHLINGSGEFÜHLE habe ich mich bereits dazu geäußert.

Nun ist man bei der Suche nach diesen Substanzen beim Menschen doch auf zwei Stoffe gestoßen (mit den komplizierten Namen Estratetraenol, kurz EST, und Androstadienon |AND), denen diese Wirkung nachgesagt wurde. Die beiden sollen tatsächlich auch schon in Parfüms zum Einsatz gekommen sein. Leider hat eine gerade (März 2017) publizierte Studie aus dem fernen Australien ergeben: Diese Zutaten darf man sich sparen, ihre Wirkung ist nicht nachweisbar. „Das Parfum“, dieser wunderbare Roman (und seine Verfilmung) bleiben also Fiktion.

Ich darf ohnehin versichern, dass keine dieser Substanzen jemals in einem unserer Düfte verwendet wurde – wir vertrauen eindeutig lieber der Expertise und Kreativität ausgezeichneter Parfümeure wie Mark Buxton, Geza Schön und anderen „Nasen“. Ich bin aber sicher, dass die Suche nach menschlichen Pheromonen und die wissenschaftliche Forschung dazu weitergehen wird – nicht zuletzt, weil eine Entdeckung in diesem Bereich für die globale Duftindustrie ungemein profitabel wäre.

500 Badewannen…

und 40 Millionen Euro: Was haben diese sonderbaren Zahlen hier zu suchen? Sie sind ein Nachtrag zum Thema „Graumarkt und Fälschungen“. 500.000 Flakons – das sind etwa 500 Badewannen voll mit (gefälschten!) Parfüms und genau die Menge, die der Hamburger Zoll im Jahr 2016 aus dem Verkehr gezogen hat, bevor diese Plagiate Schaden anrichten konnten. Auch den hat der Zoll beziffert. 40 Millionen Euro wären es gewesen: eine Summe, von der wir alle nur träumen können. Die Zahlen zeigen aber, dass das Problem mit Plagiaten etc. keineswegs aus der Luft gegriffen, sondern sehr real ist. Natürlich sind dem Zoll nicht nur Düfte ins Netz gegangen, sondern auch die üblichen Verdächtigen: Markenspielzeug, -sportschuhe und -bekleidung. Der verhinderte Parfümschaden aber macht tatsächlich fast die Hälfte des Schadens aus, der hätte angerichtet werden können. Respekt übrigens für die Leistung des Zolls: von über 1,4 Millionen Kontrollen, unter anderem von Containern oder Koffern, ist die Rede.

Escentric Molecules 04 ist da: Futuristische Frische mit Javanol

Das Molekül Javanol steht im Zentrum von Escentric Molecules 04, dem neuen Parfümkunstwerk von Geza Schön: ein Befreiungsschlag für Sandelholz.

Radikal reduziert: Molecule 04

Molecule 04 setzt auf reines Javanol: ein kraftvolles, zugleich weiches Sandelholz-Molekül der neuesten Generation. Damit offenbart sich Sandelholz auf völlig neue Weise: ohne jede Schwere, dafür mit einer ungekannt weichen, glänzend-schimmernden Frische.

Sandelholz neu interpretiert: Escentric 04

Bei Escentric 04 wird Javanol von weiteren Noten umspielt. Der Duft ist eine einzigartige Interpretation von Sandelholz – nicht holzig schwer, sondern in der Kopfnote ergänzt durch frische, bittere Noten von pinker Grapefruitschale, von Wacholder und Rosa Pfeffer. Ein Hauch Marihuana bringt dabei die weichen Noten der Grapefruit hervor. Im Herzen erblüht Iris (Orris) mit einem von Schön neu komponierten Rosenakkord. Escentric 04 klingt mit einer balsamisch-holzigen Note aus Javanol und dem lieblicheren Polysantol aus.

 Die Duftpyramide Escentric 04

Kopf: Methyl | Pampelmuse | Pink Grapefruit | Marihuana | Bergamotte | Wacholderbeere | Rosa Pfeffer
Herz: Hedione | Freesie | Osmanthus | Iris | Rose
Basis: Javanol | Mastix | Labdanum | Iso E Super | Moschus | Ambroxan | Castoreum | Vetiver

Beide Düfte sind ab April bei uns erhältlich.

Eau de Parfum | 100 ml | UVP 130 €