Veränderung darf sein

Das großartige Atelier PMP aus Hamburg ist eine der Marken, die von allen Labels der Parfümkunst vermutlich am konzeptionellsten arbeitet. Jeder Duft hat hier eine Idee, erzählt eine Geschichte, hat eine Botschaft. Manchmal wecken schon die Namen herrliche olfaktorische Fantasien – so wie Dreckig bleiben oder Concrete Flower. anti anti wiederum liefert einen wunderbaren Denkanstoß, denn gegen das „dagegen“ zu sein, bedeutet doch: Wir sind dafür – ein positiver Ansatz, den wir alle zuweilen leben sollten. Die Linie Combinism wiederum ist geradezu ein gesellschaftlicher Appell, sie ruft auf, sich zu verbünden und zeigt ganz praktisch, wie das erfolgreich gelingt: Hier dürfen sich zwei schon für sich höchst gekonnte Düfte zu einem großen Neuen vereinen, einer Vision des empathischen Miteinanders EmpaTopia. ŌN und GESCHÖPF wiederum spannen einen weiten gedanklichen und wohlduftenden Bogen vom Individuum zur Welt.

Jetzt haben die beiden Köpfe hinter Atelier PMP, Designerin und Künstlerin Stefanie Mayr und der kreative Markenmacher Daniel Plettenberg, zum neuen Coup ausgeholt: Sie schenken ihren Düften einen einheitlichen Auftritt. Das neue Gewand ist puristisch, modern, zurückhaltend und zugleich Duft für Duft unverwechselbar. Vereint werden die Düfte durch die klassische, glasklare Formgebung der Flakons; was sie voneinander unterscheidet, ist die jeweils individuelle Typografie des Namenszuges, die sowohl auf dem Flakon wie auch auf der eleganten mattschwarzen Umverpackung optimal zur Geltung kommt. (Ich wiederhole mich hier vermutlich, aber die Umverpackung sorgt für einen sinnvollen Schutz des kostbaren Parfüms vor Tages- oder Kunstlicht!). Mich hat das gestalterische Konzept der Macher sofort überzeugt. Es stärkt die Wiedererkennung, es passt zur Marke und sorgt dafür, dass der Duft mit seinem Namen eindeutig zum Protagonisten wird. Es zeigt die Einheit in der Vielfalt, die Vielfalt in der Einheit – und auch das ist eine Botschaft.