Vom Dasein und dem So-und-nicht-anders

Höchster parfümistischer Anspruch und weltanschauliche Ein- und Ansichten: Sie treffen zuweilen aufeinander. Combinism mit EmpaTopia ist ein Beispiel dafür, GESCHÖPF ein weiteres – und auch dieser Duft wurde von Atelier PMP ersonnen.

Die Idee hinter dem Duft mit dem aussagekräftigen Namen: Alles ist Schöpfung, wir alle sind Schöpfung, Jeder, Jedes, Jede ist Geschöpf – ganz gleich welchen Geschlechts, welcher Herkunft, welchen Aussehens. GESCHÖPF ist damit eine liebevolle und starke Hommage an das So-und-nicht-anders-Sein.

Das ist nicht „unisex“ zu Ende gedacht, sondern weit darüber hinaus. Es geht um Gleichheit ohne Gleichmacherei: Wir sind alle derselben Substanz geschaffen, gleichberechtigt, gleichwertig, gleichbedeutend. Es geht zugleich um Individualismus, denn jedes Geschöpf ist anders.

Diese Botschaft gefällt mir gut, und wem dieser Ansatz nicht passt, nun ja – vielleicht lassen f/m/d sich durch die fabelhafte Komposition dazu verführen, einmal darüber nachzudenken. Die Schöpfer Mark Buxton und David Chieze haben mit dem Duft eine exquisite und subtile Kreation ersonnen, die in deren Worten: „zwischen einer klaren tiefen Wahrheit, der Frische von Feigen, Wärme und Weihrauch oszilliert“. Für mich ein feiner, raffinierter Duft, der begeistert!

Gleiches lässt sich über ŌN von Atelier PMP sagen. Der Name kommt aus dem Griechischen: ón ‚seiend‘, beschreibt alles Existierende. Der Duft ŌN will also auf alles hinweisen, was existiert, was erschaffen wird – nicht nur Materielles, sondern auch Träume und Hoffnungen, Ideen und Kreativität.

Alles, was ist, in einem Duft? In der Tat: ŌN vereint Essenzen, die auf der ganzen Welt verwendet werden, um sich dem Sein zuzuwenden, darunter Marihuana und Weihrauch. Dabei lastet ŌN nicht etwa schwer, sondern ist ein leichter, subtiler Duft – und eine wunderbare Kreation für das Hier und Jetzt.